🚀 Neue Inhalte hinzugefügt!
🖨️ 3D-Druck 25. Juli 2026 3 Min. Lesezeit

Lithoz-Umsatz steigt um 40 %, da Kunden Keramik-3D-Druck skalieren

Lithoz verzeichnet einen Umsatzanstieg von 40 % bei Materialien. Dies deutet auf höhere Kundennutzung und Produktion hin. Servicebüros und Medizinfirmen treiben das Wachstum an.

Lithoz meldet einen Umsatzanstieg von 40 % bei seinen Materialien im Jahresvergleich. Dies ist ein gutes Zeichen für eine höhere Auslastung und Produktionsvolumina bei seinen Kunden. Servicebüros und Medizinfirmen trugen maßgeblich zum Umsatzwachstum im zweiten Quartal bei. Das Unternehmen gibt außerdem an, dass 20 % seiner Kunden 50 % aller CeraFab-Systeme weltweit betreiben. Einerseits handelt es sich hierbei um eine Lieferantenkonzentration, andererseits deutet es auf effiziente Produktionspartner hin, die sich zu spezialisierten Herstellern von 3D-gedruckter Keramik entwickeln. Die drei bedeutendsten Wachstumsbereiche für das Unternehmen sind Aluminiumnitrid, Siliziumdioxid-basierte Keramiken und Kalziumphosphate. Da Kalziumphosphate in medizinischen Anwendungen, Siliziumdioxid im Guss und Nitrid in Elektronikanwendungen eingesetzt werden, zeigt sich eine klare Aufteilung zwischen drei sehr unterschiedlichen Industrien. Dieses multibranchenübergreifende Wachstum wird für das Unternehmen in Zukunft ein erheblicher Vorteil sein. Es steht auch im Gegensatz zur üblichen Abhängigkeit des Marktes von den Hauptwerkstoffen Aluminiumoxid und Zirkonoxid.

Traditionell waren viele LPBF-basierte Unternehmen stark von Titan, insbesondere für orthopädische Implantate, abhängig. Es ist eine großartige Industrie, eine gute Anwendung und hat gute wirtschaftliche Aspekte. Aber eine Abkehr vom 3D-Druck hätte einen enorm nachteiligen Einfluss auf das Laser Powder Bed Fusion (LPBF). Lithoz kann sich dagegen in Bereichen wie Knochenersatz und patientenspezifischen, resorbierbaren Implantaten im Allgemeinen weiterentwickeln und gleichzeitig durch Wärmemanagement für Elektronik Zugang zu Unterhaltungselektronik, Halbleitern und Luft- und Raumfahrt erhalten. Diese Branche allein ist potenziell riesig, aber das Unternehmen könnte auch im Bereich Gießkerne wachsen. Das ist eine gute Position, insbesondere da der Rest der Branche in die Verteidigungsindustrie drängt. Diese Fokussierung und Konzentration könnte sich als sehr nachteilig erweisen, sollte die Verteidigungsministerien den 3D-Druck irgendwie ablehnen. Das Unternehmen verweist auch auf die kontinuierliche Erweiterung seiner installierten Basis, wobei bestehende Kunden ihre Produktionsflotten um weitere LCM-Drucker erweitern.

Lithoz CEO Johannes Homa erklärte:

„Wir verbessern und validieren nicht nur kontinuierlich unsere Materialien. Wir haben sogar eine gute Anzahl von kundenspezifischen Materialien für Kunden entwickelt, die ihre Produktion nun beharrlich auf größere Volumina skalieren. Die Erlangung der ISO 13485-Zertifizierung für unser Qualitätsmanagement in der Materialproduktion war ein großer Meilenstein und erwies sich als mächtiger Türöffner für viele anspruchsvolle Industrien; selbst für die am strengsten regulierten Industrien, die von unserer Technologie profitieren können.“

Lithoz Casting Core Range auf der Bauplattform. Bildnachweis: Lithoz.

Das Unternehmen hofft, dass zukünftiges signifikantes Wachstum von resorbierbaren Implantaten kommen wird. Dieser Bereich birgt ein enormes Potenzial, da Implantate nicht im Körper verbleiben, sondern im Wesentlichen verschwinden, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Einige dieser Implantate sind auch patientenspezifisch, was ein wachstumsstarker Bereich sein könnte. Die Einführung von resorbierbaren Keramikimplantaten wird Zeit brauchen. 3D-gedrucktes Titan brauchte 30 Jahre, um alltäglich zu werden.