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🖨️ 3D-Druck 16. Juli 2026 2 Min. Lesezeit

Gemessenes Wachstum der Additiven Fertigung signalisiert eine reifere Industrie

Der AM-Markt soll bis 2030 20,3 Milliarden US-Dollar erreichen, doch das Wachstum verlagert sich hin zu bewährten Anwendungen, Produktionswert und disziplinierten Investitionen.

Im Jahr 2025 war das Wachstum des Marktes für additive Fertigung zunehmend an Anwendungen mit klarem Produktionswert gebunden, insbesondere in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Medizin und Industrie. Diese Verschiebung spiegelt einen breiteren Trend in der Branche wider, da Investitionen und Adoption sich stärker auf bewährte Anwendungen und messbare Ergebnisse konzentrieren.

Aires Tide wird eine der Hauptattraktionen im AMT Emerging Technology Center sein (IMTS Stand #236700). Entwickelt von den Sandia National Laboratories im Rahmen der Genesis Mission des US-Energieministeriums, zeigt Aires Tide, wie KI, fortschrittliche Technik und additive Fertigung die Entwicklung und Erprobung von Luft- und Raumfahrtsystemen der nächsten Generation drastisch beschleunigen können.

Risikokapitalfinanzierungen, Fusionen und Übernahmen sowie öffentliche Marktinvestitionen im Laufe des Jahres deuten darauf hin, dass sich die AM-Industrie von breiten F&E-Experimenten hin zu Nischen-Kommerzialisierungsmöglichkeiten bewegt.

AMT – The Association for Manufacturing Technology schätzt den globalen AM-Markt im Jahr 2025 auf etwa 12,5 Milliarden US-Dollar, mit Prognosen, die bis 2030 20,3 Milliarden US-Dollar erreichen. Dies stellt eine gemessenere Wachstumskurve dar, als einige frühere Branchenprognosen erwartet hatten. Dieses langsamere Tempo ist nicht unbedingt ein negatives Zeichen. Mit der Reifung der AM wird das Wachstum zunehmend durch Faktoren wie Qualifikationsanforderungen, Kosten pro Teil, Materialleistung und -verfügbarkeit, Maschinenauslastung und Integration in bestehende Fertigungsabläufe geprägt. Der Wandel der AM von einer experimentellen Technologie zu einem etablierteren Fertigungswerkzeug könnte auf eine breitere Akzeptanz und Adoption in industriellen Märkten hindeuten.

Die Leistung der Teilsektoren deutet ebenfalls auf einen Markt hin, der stärker auf Nutzung ausgerichtet ist. Dienstleister blieben der größte Teil des AM-Marktes, wobei die Einnahmen im Vergleich zu 2024 um etwa 630 Millionen US-Dollar stiegen. Auch die Materialeinnahmen stiegen im Vergleich zu 2024 um über 600 Millionen US-Dollar, während die Einnahmen aus Industriesystemen im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil blieben. Dieses Muster könnte darauf hindeuten, dass Hersteller und Dienstleister die vorhandene installierte Kapazität nutzen, anstatt durch neue Systemanschaffungen zu expandieren. Ein höherer Materialverbrauch und stärkere Aktivitäten der Dienstleister könnten Anzeichen dafür sein, dass AM-Anlagen konsequenter für die Produktion genutzt werden.

Für Investoren markiert dies eine diszipliniertere Phase für die AM-Märkte. Frühere Investitionszyklen konzentrierten sich auf Plattformentwicklung, breite Technologieeinführung oder langfristige Disruption. Im Jahr 2025 schien die Investitionstätigkeit enger an bewährte Anwendungsfälle gebunden zu sein. Die Finanzierung konzentrierte sich auf Unternehmen mit klaren Anwendungen, nachgewiesener Kapitalrendite und Produktionsskalierbarkeit. Gleichzeitig deuten Konsolidierung und Umstrukturierung in der gesamten Branche darauf hin, dass Unternehmen nach stärkeren Geschäftsmodellen, effizienteren Abläufen und nachhaltigeren Wettbewerbsvorteilen suchen.