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🖨️ 3D-Druck 17. Juni 2026 1 Min. Lesezeit

Künstliche Netzhäute aus dem Orbit zeigen überlegene Ergebnisse und bieten neue Hoffnung bei unheilbarem Sehverlust

Das Biotech-Unternehmen LambdaVision aus Connecticut nutzt seit fast einem Jahrzehnt die Internationale Raumstation (ISS) als Produktionsstätte. Es hat eine künstliche Netzhaut entwickelt, die aus Hunderten von abwechselnden Schichten Bacteriorhodopsin, einem lichtempfindlichen Protein, besteht.

Das Biotech-Unternehmen LambdaVision aus Connecticut nutzt seit fast einem Jahrzehnt die Internationale Raumstation (ISS) als Produktionsstätte. Das Unternehmen hat eine künstliche Netzhaut entwickelt, die aus Hunderten von abwechselnden Schichten Bacteriorhodopsin, einem lichtempfindlichen Protein, zusammengesetzt ist.

Auf der Erde führen Schwerkraft und Auftriebseffekte zu Sedimentation und Störungen der Schichtgleichmäßigkeit, was den Materialabfall erhöht. Im Gegensatz dazu ermöglicht die Schwerelosigkeit des Weltraums die Herstellung von perfekt gleichmäßigen Schichten. Dies ist entscheidend für die Funktionalität der künstlichen Netzhaut, die darauf abzielt, das Sehvermögen von Menschen wiederherzustellen, die an degenerativen Netzhauterkrankungen wie Makuladegeneration oder Retinitis pigmentosa leiden.

Die künstliche Netzhaut von LambdaVision ist ein komplexes biopharmazeutisches Gerät, das darauf ausgelegt ist, die Funktion geschädigter Photorezeptorzellen im menschlichen Auge nachzuahmen. Durch die präzise Anordnung der Bacteriorhodopsin-Schichten kann das Gerät Lichtsignale aufnehmen und in elektrische Impulse umwandeln, die dann vom Gehirn als Sehen interpretiert werden können. Die im Weltraum hergestellten Prototypen haben auf der Erde bereits vielversprechende Ergebnisse gezeigt und die Hoffnung auf eine wirksame Behandlung für Millionen von Menschen mit unheilbarem Sehverlust verstärkt.