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🖨️ 3D-Druck 30. Juni 2026 3 Min. Lesezeit

Von der Vision zur Realität: Sichere additive Fertigung für Brasiliens Energiesektor

Ungeplante Ausfallzeiten verursachen hohe Verluste in der Öl- und Gasindustrie. Lokalisierte Fertigung per 3D-Druck bietet Lösungen, doch IP-Schutz und Datenkontrolle sind Herausforderungen.

In der Öl- und Gasindustrie kann jeder Tag ungeplanter Ausfallzeiten zu erheblichen operativen und finanziellen Verlusten führen. Wenn eine kritische Komponente nicht verfügbar ist, können Betreiber Tage oder sogar Wochen auf Ersatzteile warten, die über herkömmliche Lieferketten geliefert werden, insbesondere wenn sich Anlagen offshore oder an abgelegenen Standorten befinden. Diese Realität hat die lokalisierte Fertigung zu einer der attraktivsten Möglichkeiten in der additiven Fertigung gemacht, die es ermöglicht, Teile näher am Einsatzort herzustellen und die Abhängigkeit von Lagerbeständen und Logistik zu reduzieren. Trotz des Potenzials der Technologie zögern jedoch viele Organisationen, die verteilte Fertigung zu skalieren, da Bedenken hinsichtlich des Diebstahls geistigen Eigentums, der unbefugten Reproduktion von Teilen und der Herausforderung, die Kontrolle über sensible Fertigungsdaten an mehreren Produktionsstandorten aufrechtzuerhalten, bestehen.

Für Petrobras, eines der weltweit führenden Energieunternehmen, sind diese Herausforderungen besonders relevant. In Öl- und Gasanlagen ersetzen Wartungsteams routinemäßig Komponenten, die aufgrund von Korrosion, Verschleiß oder Umwelteinflüssen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Ein häufiges Beispiel ist das von Korall Engineering entwickelte Handrad für die manuelle Ventilbetätigung. In Offshore- und Küstenumgebungen sind Metallhandräder ständig Feuchtigkeit und korrosiven Bedingungen ausgesetzt und rosten häufig, so dass sie im Rahmen normaler Wartungsarbeiten ersetzt werden müssen. Obwohl diese Komponenten relativ einfach sind, können Verzögerungen bei der Beschaffung von Ersatzteilen den Wartungsplan beeinträchtigen und die Betriebskosten erhöhen. Die Herstellung solcher Teile näher am Einsatzort liegt im Kerngeschäft von Sparely, dem Unternehmen, das die Ersatzteilversorgung im Projekt koordiniert und eine praktische Möglichkeit bietet, die Reaktionsfähigkeit zu verbessern und gleichzeitig die Abhängigkeit von langen Lieferketten zu verringern.

„Die Fähigkeit, Teile sicher näher am Einsatzort herzustellen, ist ein Wendepunkt für industrielle Betriebe. Sie hat das Potenzial, Einschränkungen in der Lieferkette zu reduzieren, die Reaktionsfähigkeit zu verbessern und neue Möglichkeiten für die verteilte Fertigung zu erschließen“, sagte Lior Polak, CEO und Mitbegründer von Assembrix.

Hier wird die sichere digitale Fertigungsinfrastruktur zum fehlenden Bindeglied zwischen dem Versprechen der verteilten Fertigung und ihrer industriellen Einführung. Während industrielle 3D-Drucktechnologien die Herausforderung der Herstellung qualifizierter Teile weitgehend gelöst haben, stehen die Hersteller immer noch vor einer kritischen Frage: Wie kann die Produktion verteilt werden, ohne das geistige Eigentum zu gefährden? Für viele Industrieorganisationen liegt der wahre Wert eines Teils nicht nur in der physischen Komponente selbst, sondern auch in der Ingenieurkompetenz und den proprietären Fertigungsdaten, die in seinem digitalen Design eingebettet sind. Einfaches Teilen von Dateien über mehrere Lieferanten oder Produktionsstandorte hinweg kann wertvolles geistiges Eigentum preisgeben und Risiken der unbefugten Reproduktion schaffen. Assembrix adressiert diese Herausforderungen mit seiner sicheren digitalen Fertigungslösung.