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🖨️ 3D-Druck 3. Juli 2026 2 Min. Lesezeit

SDU erforscht die Reduzierung des chemischen Einsatzes beim Metallrecycling für die additive Fertigung

Associate Professor Mohammad Malekan von der SDU erhielt ein Sapere Aude Research Leader-Stipendium, um zu prüfen, ob industrielle Metallnebenprodukte direkt in den Metall-3D-Druck eingespeist werden können. Europäische Produktionsbetriebe erzeugen riesige Mengen...

Associate Professor Mohammad Malekan vom Institut für Maschinenbau und Elektrotechnik an der Süddänischen Universität (SDU) hat ein Sapere Aude Research Leader-Stipendium vom Unabhängigen Forschungsfonds Dänemark erhalten, um zu untersuchen, ob kontaminierte Metallnebenprodukte aus der Industrie direkt in die fortschrittliche Metall-3D-Drucktechnologie eingespeist werden können. Produktionsbetriebe in ganz Europa erzeugen riesige Mengen an Metallabfällen, die oft durch Verunreinigungen belastet sind. Diese Verunreinigungen stellen eine erhebliche Hürde für die Wiederverwendung dieser Materialien dar, insbesondere in hochpräzisen Anwendungen wie der additiven Fertigung. Das Projekt von Dr. Malekan zielt darauf ab, innovative Wege zu finden, um diese kontaminierten Materialien aufzubereiten und sie so für den 3D-Druck nutzbar zu machen. Dies könnte nicht nur die Nachhaltigkeit in der Metallverarbeitung erheblich verbessern, sondern auch die Kosten für die Herstellung von Metallkomponenten durch 3D-Druck senken, indem teure Primärmaterialien ersetzt werden.

Die additive Fertigung, auch bekannt als 3D-Druck, bietet enorme Potenziale für die Herstellung komplexer Geometrien und individualisierter Bauteile. Allerdings sind die verwendeten Rohmaterialien oft teuer und die Herstellungsprozesse können energieintensiv sein. Die Nutzung von recycelten Metallen als Ausgangsmaterial für den 3D-Druck würde einen bedeutenden Schritt in Richtung einer Kreislaufwirtschaft darstellen. Das Forschungsvorhaben wird sich eingehend mit den chemischen und physikalischen Eigenschaften der kontaminierten Metallnebenprodukte befassen und Methoden zur Entfernung oder Neutralisierung der Verunreinigungen entwickeln. Ziel ist es, einen Prozess zu etablieren, der es ermöglicht, diese Sekundärrohstoffe in einer Qualität zu liefern, die für anspruchsvolle additive Fertigungsverfahren geeignet ist. Die Ergebnisse dieser Forschung könnten weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Fertigungsindustrie haben und neue Möglichkeiten für eine umweltfreundlichere und kosteneffizientere Produktion eröffnen.