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🖨️ 3D-Druck 25. Juni 2026 3 Min. Lesezeit

China hat jetzt 29 Universitäten, die Studiengänge für additive Fertigungstechnik anbieten

Während die chinesische Hochschulaufnahmeprüfung (Gaokao) endet, konzentrieren sich Millionen von Studenten und Eltern auf die Universitätszulassung und zukünftige Karriereentscheidungen. Informatik, KI und erneuerbare Energien bleiben beliebt, aber ein neuer Trend gewinnt an Fahrt: China bildet gezielt Ingenieure für den 3D-Druck aus.

Mit dem Abschluss der nationalen chinesischen Hochschulaufnahmeprüfung (Gaokao) richten sich Millionen von Studenten und Eltern erneut auf die Universitätszulassungen und zukünftigen Karriereentscheidungen aus. Informatik, künstliche Intelligenz (KI) und erneuerbare Energien bleiben unter den beliebtesten Fachrichtungen. Doch innerhalb der Branche der additiven Fertigung (AM) gewinnt ein anderer Trend leise an Dynamik: China baut systematisch eine neue Generation von Ingenieuren auf, die speziell für den 3D-Druck ausgebildet werden. Und diese Bemühungen geschehen schneller – und in größerem Umfang –, als viele Menschen ahnen.

Von einer Universität zu neunundzwanzig in fünf Jahren
Im Jahr 2026 genehmigte das chinesische Bildungsministerium sechs weitere Universitäten, Bachelor-Abschlüsse in additiver Fertigungstechnik anzubieten, darunter die Beijing University of Technology, die Northeastern University, das Hunan Institute of Technology, das Suzhou Institute of Technology, die Wuhan Vocational University of Technology und die Sichuan Engineering Technical University. Mit diesen Neuzugängen hat sich die Zahl der chinesischen Universitäten, die spezielle Studiengänge für additive Fertigungstechnik anbieten, landesweit auf 29 erhöht. Diese Wachstumsrate ist bemerkenswert. Als der Studiengang 2021 eingeführt wurde, bot nur eine einzige Institution, die Xinxiang University, das Programm an. Fünf Jahre später haben 29 Universitäten es übernommen. Die Liste umfasst nun einige der renommiertesten Ingenieurschulen Chinas, wie das Harbin Institute of Technology, die Northwestern Polytechnical University und die Nanjing University of Aeronautics and Astronautics, neben zahlreichen regionalen und anwendungsorientierten Universitäten. Dies beweist, dass es sich nicht mehr um ein Bildungsexperiment handelt, sondern um den Beginn einer landesweiten Talententwicklungsstrategie.

Das Labor für 3D-Druck an der School of 3D Printing der Xinxiang University, einem der frühesten spezialisierten Bildungsprogramme Chinas, das sich auf additive Fertigung konzentriert. Bild mit freundlicher Genehmigung der Xinxiang University.

Die Industrie war zuerst da, die Universitäten holen auf
Die rasante Expansion dieser Programme spiegelt eine einfache Realität wider: Chinas AM-Industrie ist schneller gewachsen als ihre Talentpipeline. In den letzten zehn Jahren hat sich der chinesische 3D-Druck von einer Prototyping-Technologie zu einer Fertigungstechnologie entwickelt. Metall-AM wird zunehmend in Luft- und Raumfahrtstrukturen eingesetzt. Automobilunternehmen verkürzen Entwicklungszyklen durch schnelle Produktion und Werkzeugbau. Medizinische Anwendungen erweitern sich durch patientenspezifische Implantate und Geräte kontinuierlich. Gleichzeitig hat der 3D-Druck für Verbraucher ein explosives Wachstum erfahren, angetrieben von Unternehmen wie BambuLab, Creality, Anycubic und Snapmaker. Heute gilt China weithin als einer der größten Märkte der Welt sowohl für die Produktion von 3D-Druckgeräten als auch für AM-Anwendungen. Doch mit der Reife der Branche ist eine kritische Herausforderung entstanden. Der Mangel besteht nicht mehr an Maschinen. Es sind die Menschen.

Unternehmen brauchen mehr als Maschinenbediener
Im Laufe der Jahre haben Gespräche mit zahlreichen AM-Unternehmen aufgedeckt